Akademie Bauhandwerk


Akademie Bauhandwerk - Für energiesparendes und ökologisches Bauen

Bauen im Bestand
An der Akademie Bauhandwerk der Handwerkskammer Münster sind die Kompetenzen für innovatives, energiesparendes und ökologisches Bauen gebündelt. Das Lehrangebot richtet sich an Handwerker, Ingenieure, Architekten und Bauherren.

Seit Mai 2009 bietet die Akademie Bauhandwerk der Handwerkskammer Münster den Studiengang „Bauen im Bestand – Bachelor of Engineering“ an. Er wurde in Kooperation mit der Fachhochschule Münster entwickelt und startet jeweils zum Wintersemester. Im Verlauf des Studiums lernen die Studenten alle für den Lebenszyklus von Immobilien relevanten Tätigkeiten kennen, wie zum Beispiel Instandhaltung, Sanierung, Modernisierung oder Renovierung.

Mit dem Demonstrationszentrum Bau & Energie steht den Teilnehmern dabei ein „lehrendes Gebäude“ zur Verfügung, das bundesweit seinesgleichen sucht. Nach dem langjährigen Präsidenten der Handwerkskammer Münster auch Paul-Schnitker-Haus genannt, ist es einer der wichtigsten Bestandteile der Akademie Bauhandwerk der Handwerkskammer Münster.

Überwiegend aus natürlichen Materialien konstruiert, macht der Komplex nachhaltiges Bauen im Wortsinne erlebbar: Über 500 Messpunkte liefern kontinuierlich Daten zu Temperatur, Feuchte, Energieströmen und vielem mehr. Auf diese Weise werden von den Fachleuten der Akademie Bauhandwerk modellhaft mustergültige Lösungen des energiesparenden Bauens erarbeitet und begreifbar dargestellt.

Diese Inhalte fließen auch kontinuierlich in die Fortbildungen ein, die die Akademie Bauhandwerk der Handwerkskammer Münster in folgenden Bereichen anbietet:
 
  • Bauphysik und Baukonstruktion
  • Nachweisverfahren der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV)
  • Wärmebrücken
  • Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Regenerative Energietechniken
  • Schadstofffreies Bauen und Wohnen
So findet ein stetiger Wissenstransfer zwischen Praxis und Theorie statt, der den Studenten der Akademie Bauhandwerk der Handwerkskammer Münster einen deutlichen Vorsprung vor vergleichbaren Bachelor-Studiengängen verschafft.

Bauen im Bestand (Bachelor of Engineering)
Bau, Energie, Umwelt
 

Kontakt


Hellmut Himpe

Telefon 0251 705-1308
Fax 0251 705-55-1308

Münsteraner Bautag


Münsteraner Bautag

Banner Münsteraner Bautag 2016
Seit 2013 lädt die Handwerkskammer Münster einmal jährlich ein zum "Münsteraner Bautag". In Form von Fachvorträgen, Publikumsforen und Workshops sowie einer begleitenden Ausstellung widmet sich die Tagung einem aktuellen Thema der Baubranche.

In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto "Bist Du noch ganz dicht? Feuchtigkeit am Bau". Einlass ist ab 9:30 Uhr. Nach der Begrüßung um 10 Uhr hält die Physikerin Dr. Constanze Massal vom Micor Sachverständigenbüro den Eröffnungsvortrag „Masterfaktor Wasser – mikrobielles Wachstum in Wohnungen“. Die nachfolgenden Vorträge: „Erhöhte Feuchtebe­lastungen an verbautem Holz“ (Georg Brückner), „Feuchte im Gebäudebestand des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW“ (Frank Ullmann), „Der Sockel, das fußkranke Wesen“ (Rainer Spigartis, Baumeister), „Sanierung eines rissgeschädigten Schwimmbeckens aus Stahlbeton“ (Frank Postel), „Abdichtung durch Bauplatten – Feuchtetechnisches Verhalten bei feuchteempfindlichen Untergründen“ (Prof. Dr. Martin Homann, FH Münster) und „Kann sich bei Schimmelpilz in Gebäuden eine Haftung des Bauunternehmers ergeben?“ (Prof. Dr. Uwe Meiendresch, Landgericht Aachen). Alle Teilnehmer sind ab 16:45 zu einer Podiumsdiskussion mit den Referenten, Gesprächen und einem Besuch der begleitenden Ausstellung von Bauprodukten, -geräten und -technologien eingeladen.

Um Anmeldung bis wird gebeten.
 

Kontakt:


HBZ Weiterbildungsberatung
Telefon: 0251/ 705-4444
E-Mail: weiterbildung@hbz-bildung.de

Download: Flyer zum 4. Münsteraner Bautag

 

Rückblick


Unter dem Motto "Digitalisierung am Bau" fanden im vergangenen Jahr die dritten "Münsteraner Bautage" statt. Über 140 Gäste waren der Einladung der Handwerkskammer Münster gefolgt. Der Impulsvortrag „Die smarte digitale Welt – eine Bereicherung für das Bauhandwerk?“ machte unter anderem am Beispiel der digitalen Zeiterfassung deutlich, wie bereits heute Smartphone und Tablet gewinnbringend im Arbeitsalltag eingesetzt werden können. Im Anschluss nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich in verschiedenen Praxisworkshops eingehender über das Thema zu informieren.

Fazit der Veranstaltung: Das Thema Digitalisierung gewinnt im Bauhandwerk immer mehr an Bedeutung. „Wir wollten aufzeigen, dass die Digitalisierung im Bauhandwerk keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern bereits jetzt Arbeitsabläufe vereinfachen und neue Marktperspektiven eröffnen kann. Die Besucherzahlen und das durchweg positive Feedback der Teilnehmer zeigen, dass uns das gelungen ist“, so Veranstaltungsorganisator und Kammermitarbeiter Thomas Oestreich.
 

Bildergalerie: 3. Münsteraner Bautage zum Thema "Digitalisierung"

Kontakt


Thomas Oestreich

Telefon 0251 5203-306

Fachwerk-Kompetenzzentrum Haus Kump


Fachwerk-Kompetenzzentrum auf der historischen Hofanlage "Haus Kump"

Außenaufnahme vom Haus Kump im Juni 2015

Foto: HBZ Münster

Seit Mai 2013 hat das Fachwerk-Kompentenzzentrum am Demonstrationszentrum Bau & Energie der Handwerkskammer Münster auf der umgebauten Hofstelle Haus Kump (Mecklenbecker Straße 252, 48163 Münster) seinen neuen Standort.

Ziel des Umbaus war es, die Hofstelle in ihrer städtebaulichen Form mit Originalsubstanz (Remise, Stallgebäude) zu erhalten und um energetisch optimierte Neubauten (Scheune, Haupthaus) zu ergänzen. So entstanden im Rahmen des Projektes eine neue Werkstatt, eine Ausstellung sowie eine Cafeteria und ein Verwaltungsbereich. Wichtiger Bestandteil des Umbaus war die baudenkmalpflegerisch vorbildliche Sanierung und Umnutzung der Fachwerkgebäude. Dabei sollten Fachwerksanierungstechniken nach neuesten bauphysikalischen Erkenntnissen erarbeitet und erprobt und nach Fertigstellung durch messtechnische Überwachung verifiziert werden. Die Gebäude dienen nach der Fertigstellung als Anschauungs- und Demonstrationsobjekte für Bildungsmaßnahmen im Handwerk.

Die im Demonstrationszentrum Bau und Energie behandelten Themen werden durch das im Fachwerk-Kompetenzzentrum generierte und didaktisch aufbereitete Wissen ergänzt. Es entsteht ein Forum des Wissenstransfers, das einen wertvollen Beitrag zur fach- und denkmalgerechten Sanierung und Instandhaltung von Fachwerkgebäuden leistet.

Zum Hintergrund: Alte Fachwerkhäuser sind ein wichtiger und erhaltenswerter Bestandteil der europäischen Kultur. Mit über 2 Mio. Exemplaren allein in Deutschland stellen sie einen beachtlichen Anteil am Gebäudebestand dar. Mit der Entwicklung neuer Baumaterialien und Konstruktionsmöglichkeiten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerieten Fachwerkgebäude „aus der Mode“, was zu bedenklichen Wissensverlusten in Bezug auf Errichtung und Unterhaltung führte. In der Folge kam es zu Fehlsanierungen mit erheblichen Verlusten in der Substanz, für die Volkswirtschaft, aber auch für die beteiligten Planer und Handwerksunternehmen.

Dieser unbefriedigende Zustand war in den vergangenen drei Jahrzehnten Gegenstand zahlreicher Forschungsprojekte. Der erforderliche Wissenstransfer des gewonnenen Wissens von der Forschungsebene auf die Ebene der Bauplanenden und -ausführenden hat jedoch nicht in angemessenem Umfange stattgefunden. So liegt wertvolles Grundlagen- und Spezialwissen rund um Ständerwerk und Ausfachung und der sich daraus ergebenden besonderen bauphysikalischen Zusammenhänge brach.

Das Fachwerk-Kompetenzzentrum ist ein ideales Werkzeug, um das derzeitig zum Thema vorhandene Fachwissen zielgruppengerecht aufzubereiten und den vorhandenen enormen Bildungs- bzw. Fortbildungsbedarf zu befriedigen. Gewerkespezifische Lehrgangsmodule werden in die etablierten Fort- und Weiterbildungsangebote des HBZ integriert. Darüber hinaus wird ein neuer, mehrwöchiger Lehrgang zum Thema Fachwerk kreiert. Mit diesem Bildungsangebot wird ein wertvoller Beitrag zur nachhaltigen Sanierung und zum dauerhaften Erhalt des kulturhistorisch bedeutsamen Fachwerkbestandes in Deutschland und Europa geleistet.

Da derzeitig noch Forschungsbedarf – beispielsweise bei der Reduzierung des Energieverbrauchs oder der Fuge zwischen Ausfachung und Fachwerkständer – besteht, soll neben dem Bildungsschwerpunkt im „Fachwerk-Kompetenzzentrum“ auch anwendungsorientierte Forschung betrieben werden. Die erarbeiteten Lösungen sollen direkt in Modellvorhaben (z. B. "Haus Kump") umgesetzt und dabei auf Praktikabilität (Dokumentation der Baumaßnahme) und bauphysikalische Funktionalität (Messtechnik) überprüft werden.

Die Erkenntnisse aus Forschung und Recherche zum Thema Fachwerk werden in Form von Modellen, Lehrmaterial, Schriften, Arbeitsblättern und Büchern aufbereitet sowie über datenbankbasierte Informationen über das Internet angeboten. Zusammen mit bereits existierendem Material zum Thema Fachwerk entsteht so eine umfangreiche Mediathek, die den Lehrgangsteilnehmern aus den fachwerkspezifischen Seminaren genauso zur Verfügung stehen wird wie Teilnehmern aus den am HBZ bereits etablierten Fort- und Weiterbildungslehrgängen im Baubereich sowie externen Fachleuten.

Kontakt


Anna Pier-Eiling

Telefon 0251 705-1326
Fax 0251 705-55-1326