Meisterförderung

Meisterförderung


Ein Arbeiter mit Helm auf einer Leiter beim Montieren eine Photovoltaik-Anlage.

Sie möchten Ihren Meister machen, Führungsverantwortung übernehmen, Lehrlinge ausbilden und vielleicht sogar einen eigenen Betrieb leiten, verfügen aber derzeit nicht über die finianziellen Möglichkeiten für die Fortbildung?
 
  • Daran muss es nicht unbedingt scheitern, denn als Meisteranwärter haben Sie folgende Finanzierungsmöglichkeiten:
  • das Aufstiegs-BAföG
  • die Meistergründungsprämie NRW
Nehmen Sie sich die Zeit und informieren Sie sich, welche Fördermöglichkeit für Sie die richtige ist.

Aufstiegs-BAföG


Das Aufstiegs-BAFöG - Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG)

Aufstiegs-BAföG Logo

Zahlreiche Verbesserungen beim AFBG seit dem 1. August 2016

Wer ab dem 1. August  eine anerkannte Aufstiegsfortbildung begonnen hat, kann sich über eine verbesserte Förderung freuen. In den Genuss des neuen „Aufstiegs-BAföG“ (ehemals  „Meister-BAföG“) kommen unter anderem angehende Meister, Fachwirte, aber auch der gepr. Betriebswirt (HwO).

Sie erhalten ab dem Stichtag höhere Bedarfssätze, Zuschussanteile und Freibeträge:
 
  • Der Basisunterhaltsbeitrag bei Vollzeitmaßnahmen liegt bei 708 Euro; der Zuschussanteil nach Abzug des Pauschbetrages beträgt 50 Prozent.
  • Die Erhöhungsbeträge zum Basisunterhaltsbeitrag sind für den Teilnehmer auf 60 Euro, für den Ehepartner auf 235 Euro und für Kinder auf 235 Euro erhöht worden.
  • Der einkommensunabhängige maximale Maßnahmebeitrag (Förderung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren) steigt auf 15.000 Euro. Der Zuschussanteil beträgt 40 Prozent.
  • Der einkommensunabhängige Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende beträgt jetzt 130 Euro.
  • Mit einem „Attraktivitätspaket Meisterstück“ wird die Hälfte der Materialkosten bis zu 2.000 Euro gefördert bei einem Zuschussanteil von 40 Prozent.
  • Der mögliche Erlass des restlichen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten bei Bestehen der Prüfung hat sich auf 40 Prozent erhöht.
  • Der Basisvermögensfreibetrag liegt bei 45.000 Euro; die Erhöhungsbeträge hierauf für den Ehepartner und je Kind bei 2.100 Euro.
  • Die Einkommensfreibeträge liegen für den Teilnehmer bei 290 Euro, für den Ehepartner bei 570 Euro und je Kind bei 520 Euro.
Darlehen
Das jeweilige Darlehen wird bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Bonn beantragt und von ihr gewährt. Dieses ist zins- und tilgungsfrei bis längstens sechs Jahre ab Maßnahmebeginn.
 
Beantragung
Die Förderungsanträge sind schriftlich an die zuständige Behörde zu richten, in NRW ist das die Bezirksregierung Köln, Dezernat 49. Der Maßnahmebeitrag kann bis zum Ende des jeweiligen Maßnahmeabschnittes beantragt werden, d. h. der Antrag muss spätestens am letzten Unterrichtstag des jeweiligen Maßnahmeabschnittes beim zuständigen Amt vorliegen. Die Förderung mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt frühestens ab dem Antragsmonat. Sie sollte daher rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme beantragt werden. Eine rückwirkende Förderung ist nicht möglich.

Weitere Informationen unter: www.aufstiegs-bafoeg.de

Bitte beachten Sie:
Eine Beantragung des Aufstiegs-BAföG ist nur einmal für jede Person möglich. Eine zweite Aufstiegsfortbildung wird nur dann gefördert, wenn der Zugang durch die erste Fortbildung möglich ist (z. B. Meister, danach geprüfter Betriebswirt HwO). Neu: Seit dem 1. August 2016 können auch Personen mit einem Bachelor Abschluss Förderung nach dem AFBG erhalten. Das HBZ Münster unterstützt Teilnehmer aus dem Kammerbezirk. Es berät zur Förderung, nimmt Anträge entgegen, prüft diese auf Vollständigkeit der Angaben und Nachweise und leitet diese an die zuständige Stelle zur Entscheidung weiter. Von dort wird alles Weitere direkt mit dem Antragsteller und der KfW Bank bearbeitet.

Unser Tipp: Informationsabend zum Aufstiegs-BAföG an jedem 1. Mittwoch im Monat
Jeden ersten Mittwoch im Monat findet um 17 Uhr ein Aufstiegs-BAföG-Informationsabend im HBZ statt. Außerdem können Sie sich über eine Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über dieses Thema informieren. Dort gibt es auch eine Übersicht der am häufigsten gestellten Fragen: www.aufstiegs-bafoeg.de
 
Checkliste aller benötigten Unterlagen und Antragsformulare zum Download
Anträge zum Aufstiegs-BAföG erhalten Sie bei uns im HBZ Münster und auf dieser Webseite weiter unten. Hilfe beim Ausfüllen erhalten Sie ebenfalls bei uns. Wenden Sie sich dazu an Birgit Szybalski (Telefon: 0251/705-1220; Email: birgit.szybalski@hwk-muenster.de). Sprechzeiten: montags bis donnerstags von 9.00 bis 12.30 Uhr; dienstags und donnerstags von 14.30 bis 17.00 Uhr und nach Vereinbarung.

Benötigte Unterlagen und Aufstiegs-BAföG-Anträge


Hier haben wir eine Liste der Unterlagen zusammengestellt, die Sie für die Beantragung des Aufstiegs-BAföGs benötigen. Darunter finden Sie eine Zusammenstellung der Antragsformulare zum Download.

Folgende Unterlagen benötigen Sie, um Aufstiegs-BAföG zu beantragen:

Bei Vollzeitmaßnahmen:
 
  • Formblatt A
  • Lebenslauf
  • Rechnung über die Höhe der Lehrgangsgebühren (wenn vorhanden)
  • Nachweise über Schul- und ggfs. Fortbildungsabschlüsse (z.B. Realschulabschluss, Ausbildereignungsprüfung)
  • Kopie des Gesellenbriefs
  • Formblatt B (wird vom Fortbildungsträger ausgestellt)
  • Formblatt Z (muss ausgestellt werden, wenn keine Gesellenprüfung vorhanden ist)

Und wenn Sie auch Unterhalt beantragen wollen
 
  • Anlage 1 zum Formblatt A (Angaben zum Einkommen während der Maßnahme  und Angaben zum Vermögen bei Antragstellung). Alle Angaben müssen nachgewiesen werden, u. a. durch einen Finanzstatus.
  • Bescheinigung der Kranken- und Pflegeversicherung (wird von der Krankenkasse ausgestellt, wenn Sie selbst beitragspflichtig versichert sein müssen)
  • Anlage 3 zum Formblatt A zusätzlich für Ausländerinnen und Ausländer (als Nachweis muss eine Kopie des Passes und des Aufenthaltstitels eingereicht werden)
  • Anlage 2 zum Formblatt A zusätzlich für Ehepartner/eingetragener Lebenspartner (Nachweise über Einkommen des vorletzten Kalenderjahres (z.B. Maßnahmebeginn in 2017, dann gelten die Einkommensverhältnisse in 2015)

Bei Teilzeitmaßnahmen:
 
  • Formblatt A
  • Lebenslauf
  • Rechnung über die Höhe der Lehrgangsgebühren (wenn vorhanden)
  • Nachweise über Schul- und ggfs. Fortbildungsabschlüsse (z.B. Realschulabschluss, Ausbildereignungsprüfung)
  • Kopie des Gesellenbriefs
  • Formblatt B (wird vom Fortbildungsträger ausgestellt)
  • Formblatt Z (muss ausgestellt werden, wenn keine Gesellenprüfung vorhanden ist)
  • für Ausländer und Ausländerinnen zusätzlich Anlage 3 zum Formblatt A
 

Antragsformulare


Hier finden Sie alle nötigen Formulare für die Beantragung des Aufstiegs-BAföGs. Hilfe beim Ausfüllen erhalten Sie ebenfalls bei uns.
 

Kontakt Meister-/Aufstiegs-BAföG

Birgit Szybalski

Telefon 0251 705-1220

Gründungsprämie


Meistergründungsprämie

Das Land NRW und die Europäische Union unterstützen Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister mit einer Zuwendung zur Gründung einer erstmaligen selbständigen Vollexistenz in NRW.

Förderbedingungen:
 
  • Gefördert werden erstmalige Gründungen, Firmenübernahmen und Beteiligungen mit mindestens 50% in NRW.
  • Die Förderhöhe beträgt 7.500 €.
  • Der Zuschuss wird nur für die erste Gründung gewährt.
  • Die Antragstellung muss rechtzeitig vor der Gründung/Übernahme/Beteiligung bei der Handwerkskammer erfolgen.
  • Das Gründungsvorhaben darf grundsätzlich nicht vor Erteilung des Zuwendungsbescheides begonnen worden sein, das heißt, dass keine Unterschriften geleistet werden dürfen, die Sie rechtlich binden. Soll zwischen Antragsstellung und Bewilligung mit dem Vorhaben begonnen werden, so kann die LGH auf Antrag und nach Vorliegen eines prüffähigen Antrages die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn erteilen.
  • Die Handwerkskammer prüft die Antragsunterlagen und das Gründungskonzept und leitet den Antrag an die Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks (LGH) weiter.
  • Nur nach der Bewilligung bzw. nach der Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns getätigte Ausgaben des Gründers können als förderfähige Ausgaben anerkannt werden. Diese müssen mindestens 15.000 Euro betragen.
  • Mindestens eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitkraft oder eine entsprechende Anzahl von Teilzeitkräften sind für wenigstens 24 Monate zu beschäftigen. Innerhalb eines Jahres muss mindestens eine der Stellen geschaffen und besetzt werden. Es wird ein Ausbildungsvertrag mit 12 Monaten anerkannt.
  • Ein Anspruch auf die Gewährung der Meistergründungsprämie besteht nicht. Die Bewilligungsbehörde entscheidet im Rahmen der verfügbaren Mittel über die Gewährung der Prämie.
Weitere Informationen finden Sie hier (externer Link)

Download Richtlinien Meistergründungsprämie

Kontakt

Marion Franke

Telefon 0251 5203-202

Know-How-Förderung


Förderung unternehmerischen Know-Hows

Nachdem die Gründung vollzogen ist, ergeben sich bei vielen jungen Unternehmern eine Reihe von Fragen rund um die Themen Betriebsführung, Kostenrechnung, Marketing und Werbung etc. Gerade in dieser jungen Unternehmensphase gilt es, die notwendigen Weichen für die betriebliche Zukunft zu stellen.

Umfassende Beratungsleistungen

Aus diesem Grund bietet die Handwerkskammer Münster jungen Unternehmen die notwendige begleitende Unterstützung, so dass betriebsindividuell und nachhaltig die richtigen (ersten) Schritte gegangen werden. Hierbei berät Sie das HWK-Team selbstverständlich auch bei der Auswahl und Beantragung der relevanten öffentlichen Fördermittel.

Weitere Informationen zur Förderung unternehmerischen Know-Hows finden Sie auf der Seite der Handwerkskammer Münster (externer Link).