Sie möchten Führungsverantwortung übernehmen, Lehrlinge ausbilden und vielleicht sogar einen eigenen Betrieb leiten? Nutzen Sie Ihre Chance und schaffen Sie sich ein solides Fundament für eine erfolgreiche Karriere im Handwerk.
Umfassendes Angebot an Meistervorbereitungskursen
Das Bildungszentrum der Handwerkskammer Münster (HBZ) bietet Ihnen ein vielfältiges Spektrum an Meisterschulen in den unterschiedlichsten Themenfeldern. Ganz gleich ob Sie Buchbinder-, Metallbauer- oder Zahntechniker-Meister werden möchten - wir machen Sie fit für die Prüfung. Insgesamt führen wir in über 30 Handwerksberufen Vorbereitungskurse durch. Eine Übersicht über unser Kursangebot finden Sie hier: HBZ-MEISTERSCHULEN A - Z
Nach der neuen Handwerksordnung müssen Sie keine mehrjährige Tätigkeit als Geselle mehr nachweisen, sondern können sich direkt nach der entsprechenden Gesellenprüfung zur Meisterschule im HBZ Münster anmelden. Nur wenn kein einschlägiger Berufsabschluss vorliegt, müssen Sie eine mehrjährige Berufstätigkeit in dem Handwerk nachweisen, in dem Sie die Meisterprüfung ablegen wollen.
Die von Ihnen gesuchte Meisterschule ist nicht dabei?
Wenn wir die von Ihnen gesuchte Meisterschule nicht im Angebot haben, informieren wir Sie auch gerne über aktuelle Meistervorbereitungsangebote anderer Handwerkskammern – von der Beratung bis hin zur Anmeldung. Wenden Sie sich dazu bitte an Frau Franziska Mühlhoff (Telefon: 0251/705-1127, Email: franziska.muehlhoff@hwk-muenster.de
Wie läuft die Meistervorbereitung ab?
Die Meisterschulen werden grundsätzlich in Lehrgangsmodulen angeboten. Sie gliedern sich - wie auch Ihre spätere Meisterprüfung - in vier Teile:
- Teil I: Fachpraxis (fachlicher Teil)
- Teil II: Fachtheorie (fachlicher Teil)
- Teil III: Wirtschaft & Recht (allgemeinkundlicher Teil)
- Teil IV: Berufs- und Arbeitspädagogik (allgemeinkundlicher Teil)
Wann und wie Sie die Teile Ihrer Meisterprüfung vorbereiten, bestimmen Sie selbst. Sie können z.B. den fachlichen Teil (Teile I und II) zeitlich zusammenhängend in einem Lehrgang besuchen ohne die Teile III und IV desselben Kurses mit buchen zu müssen. Außerdem bieten wir alle Meistervorbereitungslehrgänge berufsbegleitend (d.h. abends oder am Wochenende) oder als Tagesschule (mit ganztägigem Unterricht) an.
Vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten
Natürlich kostet eine solche Qualifizierung Geld, aber daran soll es nicht scheitern. Nehmen Sie das neue Meister-BAföG in Anspruch und erkundigen Sie sich nach der Meistergründungsprämie des Landes NRW. Unsere Berater stehen Ihnen bei all Ihren Fragen gerne zur Verfügung. Die Mühe macht sich bezahlt: Wer sich als Meister in Deutschland selbstständig macht, hat sehr gute Chancen, sich auf dem Markt zu behaupten. Das belegt die Insolvenzquote im Handwerk, die eindeutig niedriger ist als in anderen Wirtschaftszweigen.
Mit dem Meisterbrief an die Uni
Doch der Meisterbrief muss nicht alles gewesen sein: Seit der Neuregelung des Hochschulzugangs für Meister durch das Bundeswirtschaftsministerium dürfen Handwerksmeister an allen Hochschulen des Landes unabhängig von der Note ihrer Meisterprüfung und ohne gesonderte Eignungsprüfung ein Studium in einem Fach, das ihrer Ausbildung entspricht, aufnehmen. Unproblematisch ist also beispielsweise das Maschinenbau- oder Betriebswirtschaftsstudium für einen Mechanikermeister. Allerdings liegt es im Ermessen der jeweiligen Hochschule, ob der Meister aufgenommen wird. Gesellen mit dreijähriger Berufserfahrung erhalten einen fachgebundenen FH-Zugang. Weitere Informationen erhalten Sie beim Innenministerium des Landes NRW
Gleichstellung von Meister und Bachelor erhöht Transparenz auf dem Arbeitsmarkt
Ende Januar 2012 haben Bund, Länder und Sozialpartner sich darauf verständigt, Meister- und Technikerabschlüsse auf Niveau sechs des Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR,) einzustufen. Meisterabschlüsse nehmen im neuen Bewertungssystem für Schul- und Berufsqualifikationen damit den gleichen Stellenwert ein wie der Grad des Bachelors.
Die Gleichwertigkeit (nicht Gleichartigkeit!) des beruflichen Bildungsabschlusses Meister und des akademischen Bildungsabschlusses Bachelor bietet eine wichtige Erstinformation über das Vermögen eines Bewerbers - unabhängig von dem Bildungssystem und dem Lernort, an dem die Qualifikation erworben worden ist. Das erleichtert die Suche nach geeignetem Personal auch über Landesgrenzen hinweg. So kommt die verbesserte Transparenz von Qualifikationen auf dem europäischen Arbeitsmarkt auch Arbeitsuchenden zugute.